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    Hundeführerschein und Sachkundenachweis für Hunde

    In der öffentlichen Diskussion werden immer wieder vereinzelte Ereignisse kontrovers diskutiert, bei denen Hunde anderen Tieren oder Menschen gefährliche Bisswunden zufügen. Nicht selten sind es Kampfhunde, die das Bild der Meinungsmache dominieren. In diesem Zusammenhang wird schnell der Ruf nach einem Hundeführerschein laut. Was sich erst wie eine Art Strafmaßnahme für Hundebesitzer anhört, muss gar nicht so schlecht sein. Denn sowohl Hunde als auch Halter und Umgebung profitieren davon. Für die Umgebung ist es gut, wenn der Halter mit dem Hund umgehen kann. Für den Hund ist es sogar wichtig, eine klare Rudelstruktur zu haben, in der er sich nach dem Herrchen als „Leittier“ richten kann. Das setzt aber voraus, dass der Halter mit dem Hund auch entsprechend sachkundig umgehen kann. Einen solchen Nachweis bietet der Hundeführerschein.

    Vorgeschrieben ist der Hundeführerschein im Sinne eines Sachkundenachweises nur bei bestimmten Hunderassen und nur in einigen Bundesländern. Die Gesetzeslage hierzu ist in Deutschland sehr uneinheitlich. Um einen Hundeführerschein oder Sachkundenachweis abzulegen, sind bestimmte Vorbereitungsübungen notwendig, an deren Ende eine theoretische und eine praktische Prüfung stehen. Gelingen beide, bekommt der Halter den angestrebten Sachkundenachweis.

    Leider gibt es nicht nur uneinheitliche Regelungen bei den gesetzlichen Grundlagen, sondern auch beim Hundeführerschein selbst. Dieser beinhaltet in den Bundesländern und je nach Anbieterinstitution verschiedene Schwerpunkte und andere Inhalte. In jedem Fall muss der Halter aber (gemeinsam mit seinem Vierbeiner) in der Prüfung überzeugen. Als Vorbereitungsmaßnahem empfiehlt sich deshalb ein Besuch in der Hundeschule, wo der Hund von klein auf alle wichtigen Kommandos sowie ein annehmbares Sozialverhalten lernen kann.

    Der Erwerb des Hundeführerscheins ist grundsätzlich zu begrüßen. Der Halter lernt Fachwissen und den Umgang mit dem Hund. Der Hund lernt, auf die Kommandos seines Herrchens zu hören und ein gutes Sozialverhalten zu zeigen. Die Öffentlichkeit profitiert, da der Hundeführerschein dazu beiträgt, dass weniger Hunde in Stresssituationen unvorhersehbar reagieren.